Was Pfarrer Wilfried Römischer im vergangenen Jahr zum Abschluss des Aktions - Gottesdienstes versprach, wiederholte sich am 19. und 20. September in den Kirchen der Nachbargemeinde Flossenbürg und in Floß. Die Aktion „GOTTesdienst erleben nach dem Vorbild des Back-to-Curch-Sunday lockte an beiden Kirchentagen viele Menschen in die Gotteshäuser und wurde wieder zu einem prächtigen Erfolg.
Das Herzstück aller Aktionen, die unter dem Thema „GOTTesdienst erleben“ am vergangenen Wochenende standen, war die persönliche Einladung.
Pfarrer Wilfried Römischer ist nachzusagen, dass er mit der Zeit geht, nichts versäumen möchte und sich besonders für das Miteinander, das Gespräch, den Dialog einsetzt. Er will eine „einladende Kirche“ sein. Seine Bitte, jemanden einzuladen, den du kennst und den du liebst, kam bei der Bevölkerung sehr gut an.
Die Idee war so einfach wie bestechend. Unter dem Motto „GOTTesdienst erleben“ führen immer mehr Kirchengemeinden und Dekanatsbezirke in Deutschland regionale Einladungs-Sonntage durch. Ein Projekt aus Gemeinden für Gemeinden. Wertschätzung des Bestehenden und Entlastung, gelungene Kooperation im Raum: regio- lokale Kirchenentwicklung am Gottesdienst, Weiterentwicklung mit Blick auf gottesdienstliches Leben, Gastfreundschaft, Willkommenskultur. Der Gottesdienst wird neu in den Blick genommen und wertgeschätzt. Das alles war auch ein Erlebnis in den beiden Gotteshäusern und wurde von Pfarrer Römischer und den Chören meisterhaft gestaltet.
In seiner eindrucksvollen und bemerkenswerten Predigt rief der Pfarrer die Botschaft aus: „Immer wenn die Sorge nach Dir greift, leg Dein Leben wieder in seine Hand. Immer wenn die Sorge nach Dir greift, fühl Dich nicht auch noch schuldig. Suche danach, ihm nahe zu sein. Lass Dich leiten von dem, was er mit Dir und für Dich vorhat. Nimm jeden Tag, wie er kommt. Er sorgt für Dich, er hält Dich.
Zum Thema der Predigt: „Familienbanden“ meinte Pfarrer Römischer, dass die Kirche vielleicht eine Gemeinschaft auch ein Ort ist, an dem die natürliche Familie gemeinsam Heimat findet, sich öffnet, weitet und gesegnet wird. Jesus nennt die Gemeinschaft Familie, eine Familie mit Schwestern und Brüder.
Die Stunde des Miteinanders hatte auch eine gesangliche und musikalische Mitwirkung durch den Kirchenchor und der Arche Musica mit der Kirchenband und den Posaunenchor erfahren, die zur Wertschätzung führte. Kirchenlieder, die auch gemeinsam gesungen wurden, erfreuten die Gläubigen in beiden Gotteshäusern. Mit den Liedern „ Gott ist unterwegs“, „Sorge der Gerechtigkeit“ und „Kommt und lobet den Herrn“ war es eine großartige Gottesdienstfeier, die mit dem Vaterunser und dem Segen sowie dem Lied “Mögen sich die Wege“ ihren Höhepunkt hatte.
Während es in Flossenbürg nach dem Gottesdienst ein Kirchenseidl mit Snacks gab, wurde in Floß Kirchenkaffee plus serviert. Das alles soll keine Eintagsfliege sein. Pfarrer Römischer sicherte zu, auch im kommenden Jahr diese Aktion in Szene zu setzen, weil es nicht um eine volle Kirche geht, vielmehr ums das Miteinander und die Wertschätzung.