Am vergangenen Samstag machten die Kastler Sportschützen einen Vereinsausflug nach Tirol. Ziel war Reith im Alpbachtal, wo ein großer Altabtrieb mit einem überregional bekannten Handwerker- und Genussmarkt stattfand.
Bei Ankunft am späten Vormittag in Reith herrschte bereits reges Treiben. Eine Vielzahl von Ausstellern zeigten mitten im Dorf, wie altes Handwerk heute noch gelebt wird. Ein Maskenschnitzer ließ vor den Augen der Besucher eine Krampusmaske entstehen. Daneben wurde Holz bearbeitet, geflochten, geklöppelt, gesponnen und gestickt. Auch Schindelmacher, Federkielsticker und weitere Handwerker gaben Einblick in die traditionellen Praktiken. Für die passenden Unterhaltung sorgten neben der Bundesmusikkapelle, mehrere Alphornbläser, die Rottacher Goasslschnalzer und weitere Musikgruppen.
Gegen 12:00Uhr war es dann so weit. Schon von Weitem kündigte das Läuten der Glocken die Ankunft der geschmückten Kühe an. Mit buntem Kopfschmuck und schweren Glocken zogen die Tiere beim traditionellen Almabtrieb durch die Straßen von Reith. Von den Almen kommend, trafen die Gruppen nach und nach ein. Zahlreiche Besucher säumten währenddessen die Straßen und empfingen Bauern und Tiere bei ihrer Rückkehr ins Dorf. Ein langer Weg, der im Dorf mit viel Applaus und einem gebührenden Empfang endete.
Auch kulinarisch blieb kein Wunsch offen: Frische Kiachl, Krapfen, Knödel, Alpbachtaler Speck, Käse, Schnaps und weitere regionale Spezialitäten standen zur Verköstigung und zum Verkauf bereit. Im Mittelpunkt standen jedoch die prachtvoll geschmückten Kühe und die Bauernfamilien, die sie sicher ins Tal brachten.
Am Nachmittag machte sich die Gruppe wieder auf die Rückreise. Nach einem abendlichen Abstecher in der Gaststätte Adlersberg, ließ die Gruppe den Vereinsauflug ausklingen. Nach der Einkehr ging es mit vielen schönen Eindrücken wieder zurück nach Kastl.