40 Jahre aktiver Feuerwehrdienst und zwölf Jahre Verantwortung als stellvertretender Kommandant: Beim Ehrenabend der Freiwilligen Feuerwehr Floß am 14. Oktober standen mit Stefan Kreiner und Harald Träger zwei langjährig engagierte Feuerwehrmänner im Mittelpunkt. Im Weißen Rössl würdigten Feuerwehr, Markt und Landkreis ihren Einsatz.
Den offiziellen Teil des Abends eröffnete der 1. Vorstand der Flosser Feuerwehr, Florian Witzl. Anschließend blickte Kommandant Felix Müller auf den Werdegang der beiden Geehrten zurück.
Stefan Kreiner trat am 14.09.1986 in den aktiven Feuerwehrdienst ein, war bei zahlreichen Einsätzen und Übungen im Einsatz. Wie selbstverständlich seine Einsatzbereitschaft sei, verdeutlichte Müller mit einer Geschichte von früher: Noch lange vor der digitalen Alarmierung gehörte Kreiner häufig zu den ersten im Feuerwehrhaus. Von daheim aus konnte er über die Entlüftung des alten Feuerwehrhauses hören, wenn die Einsatzfahrzeuge gestartet wurde – und wusste damit, dass es ernst wurde.
Landrat Andreas Meier überreichte Kreiner für vier Jahrzehnte aktiven Feuerwehrdienst das Staatliche Feuerwehr-Ehrenzeichen in Gold. „Hier werden nicht einfach 40 Jahre Mitgliedschaft gewürdigt. Dahinter stehen 40 Jahre aktiver Dienst – Einsätze, Schulungen und viel persönliches Engagement“, betonte Meier. Ehrenamtliches Engagement sei das Fundament unserer Gesellschaft. Diese könne nur funktionieren, wenn sich Menschen einbringen und Verantwortung für andere übernehmen.
Ebenfalls im Mittelpunkt des Abends stand Harald Träger. Er prägte die Flosser Wehr zuletzt in seinen zwölf Jahren als stellvertretender Kommandant. In diese Zeit fiel unter anderem auch der Bau des neuen Feuerwehrhauses. Ein besonderes Steckenpferd Trägers war stets die Absturzsicherung. Sichtbares Zeichen dafür ist der große Übungsturm, an dem solche Situationen trainiert werden können.
Für sein langjähriges Engagement erhielt Träger das Bayerische Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber des Landesfeuerwehrverbandes Bayern. Kreisbrandrat Marco Saller überreichte die Auszeichnung und dankte ihm im Namen der Kreisbrandinspektion für seinen Einsatz.
Saller erinnerte zugleich daran, wie zeitintensiv und fordernd der aktive Feuerwehrdienst sein kann. Hinter Einsatzzahlen stünden immer auch persönliche Schicksale und belastende Situationen, die Einsatzkräfte mit nach Hause nähmen. Gleichzeitig sei das Feuerwehrwesen im Landkreis hervorragend aufgestellt. Rund 4.800 aktive Feuerwehrkräfte trügen dazu bei, die Einsatzbereitschaft flächendeckend sicherzustellen.
Kommandant Felix Müller brachte die Bedeutung dieses Engagements auf einen einfachen Nenner: „Feuerwehr ist ein Solidarsystem, das nur funktioniert, wenn es genug gibt, die anpacken.“ Dabei dankte er auch dem Markt Floß und dem Marktrat für die verlässliche Unterstützung der Wehr.
Auch Bürgermeister Robert Lindner dankte den beiden Geehrten. Als „wichtigsten Verein im Ort“ betonte Lindner den Stellenwert der Feuerwehr, nicht nur im Einsatzfall, sondern auch als fester Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens.