Am Floriansfest der Freiwilligen Feuerwehr Floß wurde das neue Wechselladerfahrzeug gesegnet und feierlich in Dienst gestellt. (Bild: Marcus Ettl)

Floriansfest der Feuerwehr Floß - Neues Wechselladerfahrzeug gesegnet

Beim Floriansfest der Freiwilligen Feuerwehr Floß stand am Samstag die Segnung des neuen Wechselladerfahrzeugs „Florian Floß 36/1” im Mittelpunkt. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher kamen dazu ans Feuerwehrhaus und nutzten die Gelegenheit, das neue Fahrzeug aus der Nähe zu besichtigen. Bereits am Nachmittag zeigte die Feuerwehr bei einer Schauübung, wie die Einsatzkräfte bei einem Verkehrsunfall vorgehen. Die Vorführung gab den Gästen einen Einblick in die technische Hilfeleistung im Ernstfall und die vielseitigen technischen Aufgaben der Wehr. Die Fahrzeugsegnung fand am frühen Abend im Rahmen einer ökumenischen Andacht mit den Pfarrern Max Früchtl und Wilfried Römischer statt. Neben den Festgästen nahmen auch Bürgermeister Robert Lindner, weitere Vertreter aus Politik sowie Abordnungen umliegender Feuerwehren teil. Mit dem neuen Wechselladerfahrzeug erweitert die Feuerwehr Floß ihre Einsatzmöglichkeiten deutlich. Derzeit ist ein Wasserbehälter mit 11.000 Litern Fassungsvermögen im Einsatz. Damit kann die Wehr insbesondere bei Bränden in Bereichen mit schwieriger Löschwasserversorgung schnell größere Wassermengen an die Einsatzstelle bringen. Weitere Abrollbehälter, etwa für Sandsäcke, Schüttgut oder logistische Aufgaben, sind bereits vorgesehen. Das Zugfahrzeug wurde gebraucht beschafft und anschließend in enger Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und Bauhof des Marktes Floß umfassend überarbeitet. Viele Arbeiten wurden in Eigenleistung erledigt. Dadurch konnten Kosten gespart und das Fahrzeug gezielt an die Anforderungen der Flosser Wehr angepasst werden. Nach der Segnung ging das Floriansfest in den geselligen Teil über. Bei gutem Wetter und reger Beteiligung klang der Abend am Feuerwehrhaus aus. Für die Feuerwehr Floß markiert die Indienststellung des „Florian Floß 36/1” einen wichtigen Schritt zur weiteren Stärkung des Brand- und Katastrophenschutzes in der Marktgemeinde.
Vortrag über Tierrettung bei Stallbränden im Feuerwehrhaus Floß (Bild: Marcus Ettl)

Vortrag über Tierrettung bei Stallbränden im Flosser Feuerwehrhaus

Einen praxisnahen und zugleich wichtigen Unterricht zum Thema „Rettung von Großvieh bei Brandereignissen landwirtschaftlicher Gebäude” veranstalteten die Feuerwehren Floß und Bergnetsreuth gemeinsam mit dem Steyr-Club Floß. Im Mittelpunkt stand dabei die Tierrettung bei Stallbränden, ein Einsatzszenario, das Feuerwehren wie auch Landwirte vor besondere Herausforderungen stellt. Als Referentin konnte Lea Staber aus Rosenheim gewonnen werden. Die Tierärztin ist selbst aktiv bei der Feuerwehr tätig, unter anderem als Atemschutzgeräteträgerin und Gruppenführerin, und brachte damit sowohl fachliche als auch einsatztaktische Erfahrung in den Vortrag ein. Behandelt wurden unter anderem typische Brandursachen in landwirtschaftlichen Gebäuden sowie die besonderen Schwierigkeiten bei Bränden in Tierhaltungsanlagen. Einen Schwerpunkt bildete die Rettung von Rindern bei Stallbränden, wobei Staber anschaulich auf die Sinneswahrnehmung der Tiere einging und erklärte, wie diese auf Rauch, Lärm und ungewohnte Situationen reagieren. Ebenso wichtig war das Thema Eigenschutz der Einsatzkräfte bei der Evakuierung von Tieren. Ergänzt wurde der Vortrag durch Hinweise zum vorbeugenden Brandschutz und zu Maßnahmen, mit denen Landwirte das Risiko von Stallbränden reduzieren können. An der Veranstaltung nahmen zahlreiche Feuerwehren aus der Region teil, darunter Feuerwehrleute aus Floß, Bergnetsreuth, Neustadt a.d. Waldnaab, Störnstein, Plößberg, Püchersreuth, Ilsenbach, Wurz, Neudorf bei Georgenberg, Georgenberg/Neuenhammer, Brünst, Waldkirch und Altenhammer. Zudem nutzten auch rund 40 Landwirte die Gelegenheit, sich aus erster Hand zu informieren. Möglich wurde der Vortrag durch die Unterstützung mehrerer Unternehmen aus der Region, die damit einen wertvollen Beitrag zur Aus- und Fortbildung von Feuerwehren und zur Sicherheit in der Landwirtschaft leisteten.
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