Vorsitzender Hermann Zenger konnte auch heuer wieder um die 30 Teilnehmer begrüßen.
Trotz der extremen Trockenheit begaben sich die Teilnehmer einer Pilzwanderung unter der Leitung von Stefan Hartwig, Pilzsachverständiger der Deutschen Gesellschaft für Mykologie (DGfM), auf Entdeckungstour in die heimische Pilzwelt. Die anhaltende Trockenheit hatte die Bedingungen für das Pilzwachstum erschwert, dennoch konnten insgesamt 42 verschiedene Pilzarten entdeckt werden, darunter 17 Speisepilzarten.
Zu den häufigsten Speisepilzen zählten zudem prächtige Maronen und Butterpilze und andere Arten. Doch nicht alle Funde waren für den Kochtopf geeignet: Besonders häufig wurde der Kahle Krempling entdeckt, der schwere und unter Umständen tödliche Vergiftungen verursachen kann.
Neben dem Sammeln stand vor allem das sichere Bestimmen der Pilze im Mittelpunkt. Die Teilnehmer konnten ihre Geruchssinne schulen und typische Pilzdüfte wie Rettich, Anis oder Mehl kennenlernen. Auch die häufig gestellte Frage, ob Pilze abgeschnitten oder herausgedreht werden sollten, wurde beantwortet: Bei sicher bestimmten Pilzen ist das Abschneiden möglich. Bei unbekannten Exemplaren sollte möglichst der gesamte Pilz vorsichtig aus dem Boden genommen werden, damit wichtige Merkmale für die Bestimmung erhalten bleiben.
Anschließend wurden die gesammelten Pilze bei einem gemütlichen Beisammensein nochmals ausführlich besprochen und sämtliche Körbe vom Pilzsachverständigen kontrolliert. Die Exkursion zeigte eindrucksvoll, dass sich selbst bei extremer Trockenheit eine beachtliche Artenvielfalt entdecken lässt. Gleichzeitig wurde deutlich, wie wichtig Fachwissen und eine sichere Bestimmung sind, um die faszinierende Welt der Pilze genießen zu können, ohne gesundheitliche Risiken einzugehen.
Zum Abschluss gab es eine kleine Stärkung. Der stellvertretende Vorsitzende Helmut Karl bedankte sich bei Stefan Hartwig mit einem kleinen Präsent. Die Wanderung im nächsten Jahr ist schon gesichert.