Zur jährlichen Sektionsfahrt der DAV-Sektion Weiden trafen sich 46 Wander- und Bergfreunde am Freitag, den 09.10.2026, in Weiden-Süd. Im komfortablen Reisebus der Firma Wolf ging es um 13:30 Uhr pünktlich und gut gelaunt los in Richtung Tuxer Alpen in Tirol. Bei einer geplanten Pause wurden die Reiseteilnehmer mit Kaffee und selbst gebackenem Kuchen verwöhnt, und auch die Bordbar erfreute sich regen Zuspruchs.
Kurz vor Einbruch der Dunkelheit, gegen 19:00 Uhr, erreichte die Gruppe den Parkplatz in Innerst. Dort nahm der Hüttenwirt direkt das Gepäck für den Transport zur Hütte entgegen. So konnten die Teilnehmer im flotten Tempo zu Fuß zur Hütte aufsteigen. Bei der Ankunft wurden alle vom Hüttenteam und der neuen Sektionsfahne herzlich begrüßt. Nach dem Beziehen der Quartiere blieb noch kurz Zeit, um sich für das Abendessen frisch zu machen. Bei einer heißen Suppe, einem leckeren Hauptgericht und einer Nachspeise ließ die Gruppe den ersten Abend in geselliger Runde in der gemütlichen Gaststube ausklingen.
Gut ausgeruht und voller Tatendrang stärkten sich alle am umfangreichen Frühstücksbuffet für die geplanten Touren. Am Morgen war die Hütte noch in dichte Nebelwolken gehüllt; zudem waren die Berggipfel über Nacht leicht mit Schnee überzuckert worden. Der Wetterbericht versprach auch keine rasche Besserung. Trotzdem entschloss man sich, den Tag in verschiedenen Gruppen aktiv zu gestalten.
Die größte Gruppe brach unter der Führung von Doris Reil und Stefan Schönberger zu einer Bergwanderung auf die Halslspitze auf. Am Gipfelkreuz auf 2.574 m angekommen, blieb Zeit für eine kurze Rast und das obligatorische Gipfelfoto. Sogar die Sonne zeigte sich kurz und die Wolken gaben den Blick auf das beeindruckende Karwendelgebirge frei. Der Abstieg führte über das Geiseljoch und den alten Wanderpfad zurück zur Hütte.
Pünktlich mit dem einsetzenden Nieselregen erreichte die Gruppe am frühen Nachmittag die trockene und warme Unterkunft. Nach einer individuellen Erholungsphase traf man sich in den gemütlichen Gasträumen zum Ratschen und Fachsimpeln bei Kaffee und Kuchen wieder. Auch die anderen Wandergruppen erreichten ihre Tagesziele – wie den Rastkogel, die Hubertusspitze und den Hippold – und kehrten am späteren Nachmittag wohlbehalten zurück.
Wie gewohnt verwöhnte das Hüttenteam die Teilnehmer am Abend mit einem hervorragenden Drei-Gänge-Menü und ausgewählten Getränken. Anschließend machten es sich alle im Anbau der Hütte bequem. Für den Höhepunkt des gemeinsamen Abends sorgten die beiden Musikanten Maximilian und Hüttenwart Oliver: Mit Akkordeon, Gitarre, Gesang und einer gehörigen Portion Witz boten sie kurzweilige Unterhaltung auf hohem Niveau. Erst spät am Abend kehrte Ruhe in die Hütte ein.
Nach dem gemeinsamen Frühstück hatten die Teilnehmer die Gelegenheit, die Technik und Infrastruktur der lokalen Wasserkraftanlage kennenzulernen. Unter fachkundiger Leitung von Stefan Schönberger wurden die Funktion des Sammelbehälters sowie die unterirdische Druckleitung bis hin zum Pumpenhaus mit Generator anschaulich erklärt. Zudem wurden die Fragen der zahlreichen Interessierten kompetent beantwortet.
Nach dieser kurzen Technik-Exkursion startete die Gruppe gut gelaunt zur letzten Etappe talwärts durch das Nurpsental. Man entschied sich für die abwechslungsreiche Wanderung über die Almwiesen und den anschließenden, landschaftlich reizvollen Bettlerpfad. Der Weg führte durch Alpenrosenfelder und vorbei an alten Zirben zu den idyllischen Nurpsenalmhütten, wo direkt eine kurze Mittagsrast eingelegt wurde.
Über den breiten Forstweg ging es schließlich hinab zum Parkplatz Innerst, von wo aus der Reisebus die Heimreise antrat. Nach einer entspannten Rückfahrt traf die Gruppe pünktlich um 20:00 Uhr wieder in Weiden ein. Bestens gelaunt verabschiedeten sich alle nach diesem rundum gelungenen Wochenende in den Bergen.
Ein herzliches Dankeschön an alle, die zum Gelingen dieses Sektionswochenendes beigetragen haben:
● den fleißigen Bäckerinnen und Bäckern für die leckere Fahrtverpflegung
● den Musikanten für die stimmungsvolle Abendgestaltung
● dem gesamten Organisationsteam mit und um Doris Reil und Stefan Schönberger