Der Titelverteidiger schlug erneut zu: Christoph Voit vom Behinderten- und Vitalsportverein (BVS) Weiden sicherte sich bei den 22. Deutschen Meisterschaften im paralympischen Boccia erneut die Goldmedaille. In der Wettkampfklasse BC1 ließ er der Konkurrenz keine Chance und gewann sämtliche Begegnungen ohne Niederlage. Damit wiederholte er seinen Vorjahreserfolg eindrucksvoll.
Am vergangenen Wochenende trafen sich in Markgröningen im Landesverband Württemberg 44 Athleten zu den Deutschen Meisterschaften im Para Boccia. Der Deutsche Rollstuhlsportverband (DRS) richtete das Turnier aus. Die Teilnehmer traten entsprechend ihrem Handicap in vier Wettkampfklassen von BC1 bis BC4 an. Am Samstag standen die Vorrunden und Viertelfinals auf dem Programm, am Sonntag folgten Halbfinals, Finals und Platzierungsspiele.
Für Christoph Voit galt es, seinen Meistertitel aus dem Vorjahr zu verteidigen. Dafür hatte sich der BVS-Sportler intensiv vorbereitet. Zweimal pro Woche absolvierte er Trainingseinheiten und feilte besonders an seinen Anwurf-Techniken. Die gezielte Vorbereitung zahlte sich aus.
In der Wettkampfklasse BC1 gingen zehn Spieler an den Start, die das Teilnehmerfeld in drei Gruppen aufteilten. Voit dominierte seine Vorrundenspiele und zog souverän ins Viertelfinale ein. Dort wartete eine Athletin aus Rheinland-Pfalz. Auch diese Begegnung entschied der Weidener für sich und erreichte damit das Halbfinale.
Am Sonntag traf er auf eine starke Gegnerin aus Hessen, die Zweitplatzierte des Vorjahres. In einem hart umkämpften Duell behielt Voit die Nerven. Als seiner Gegnerin beim ersten Anwurf die regelgerechte Platzierung des Jack, des weißen Zielballs, nicht gelang, erhielt Voit ein zusätzliches Anwurfrecht. Diesen Vorteil nutzte er geschickt und brachte den Zielball in eine für ihn günstige Position. Mit taktischem Geschick sicherte er sich den Finaleinzug.
Dort wartete eine überraschende Begegnung. Seine bisherige Dauerrivalin aus Mecklenburg-Vorpommern hatte im zweiten Halbfinale gegen einen Berliner Athleten verloren. Dieser setzte sich schließlich im Tiebreak durch und wurde damit Voits Finalgegner.
Bayern gegen Berlin – das Finale versprach Spannung. Doch Voit zeigte sich hoch konzentriert und spielte seine taktischen Stärken aus. Er ließ seinem Kontrahenten keinen Punkt und entschied das Endspiel souverän für sich. Damit stand fest: Christoph Voit verteidigte seinen Deutschen Meistertitel in der Klasse BC1 ohne eine einzige Niederlage.
Einen besonderen Rahmen erhielt die anschließende Siegerehrung. Die 17-köpfige Stadtkapelle des Musikvereins Markgröningen begleitete die Übergabe der Goldmedaille mit einem festlichen Tusch. Zum Abschluss stimmten die Musiker eindrucksvoll die Nationalhymne an. Für Christoph Voit bedeutete dies einen würdigen Höhepunkt eines rundum erfolgreichen Meisterschaftswochenendes.