Präzision, Nervenstärke und Teamarbeit entschieden am Wochenende in der Weidener Mehrzweckhalle über den deutschen Meistertitel im Hallen-Boccia. Bei der 21. Deutschen Meisterschaft kämpften 20 Mannschaften aus zehn Bundesländern um die Plätze. Der gastgebende BVS Weiden schlug sich stark: BVS Weiden 1 und BVS Weiden 2 belegten jeweils den sechsten und 18. Platz. Den Meistertitel holte BRS Gersweiler 2 aus dem Saarland.
Der Deutsche Behindertensportverband (DBS) hatte den BVS Weiden mit der Ausrichtung der nationalen Titelkämpfe beauftragt. Vorsitzende Sabine Birner und ihr Team sorgten für einen reibungslosen Ablauf und boten den Mannschaften optimale Bedingungen.
Präzision entschied über jeden Punkt
Hallen-Boccia verlangte den Spielern höchste Konzentration ab. Auf dem 12,5 mal sechs Meter großen Spielfeld versuchten die Teams, ihre roten und blauen Bälle möglichst nahe am weißen Zielball zu platzieren. Jede Mannschaft bestand aus drei Spielern, eine Partie dauerte bis zu 45 Minuten. Schon kleinste Abweichungen konnten über Sieg oder Niederlage entscheiden.
Bei der Eröffnung am Freitag marschierten die Mannschaften in die Mehrzweckhalle ein. Schirmherrin Mitglied des Landtags Nicole Bäumler eröffnete die Meisterschaft und würdigte das Engagement des BVS Weiden. „Diese Meisterschaft zeigt eindrucksvoll, wie wichtig Sport, Teilhabe und Gemeinschaft sind“, betonte Bäumler.
Auch Weidens dritter Bürgermeister Jürgen Meyer begrüßte die Sportler und stellte die Bedeutung des Turniers für die Stadt heraus. „Weiden zeigt mit dieser Meisterschaft einmal mehr, dass Sport Menschen verbindet und Inklusion ganz selbstverständlich gelebt werden kann“, sagte Meyer. Gekommen war auch der Abteilungsvorsitzende, zugleich Ehrenmitglied Teddy Östreicher, der die Leitung der Spiele übernahm. Er feierte sein 20-jähriges Jubiläum als DBS-Beauftragter des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS), und zugleich war er Schiedsrichter Boccia (Halle) vor Ort. Weiter galten die Grüße dem Ehrenstadtverbandspräsidenten Herbert Tischler, Stadtverbandspräsident Reinhard Meier, Turnierauswerter Günther Herboldsheimer, der Sportärztin Dr. Elena Kitaynik und Sportarzt, Sportwart und Stadtrat Christopher Birner.
Gersweiler setzte sich an die Spitze
Auf dem Spielfeld entwickelte sich ein spannender Kampf um die Platzierungen. Am Ende setzte sich BRS Gersweiler 2 vor RBA Neumarkt und TV Markgröningen 1 durch. Rang vier ging an BSSV Köthen, Platz fünf an BRS Gersweiler 1. Der BVS Weiden 1 folgte auf Rang sechs.
Der Endstand:
1. BRS Gersweiler 2 – Saarland
2. RBA Neumarkt – Bayern
3. TV Markgröningen 1 – Württemberg
4. BSSV Köthen – Sachsen-Anhalt
5. BRS Gersweiler 1 – Saarland
6. BVS Weiden 1 – Bayern
7. BSG Hemsbach – Baden
8. BVSV Regensburg – Bayern
9. VSV Straubing 2 – Bayern
10. BSG Hintereben – Bayern
11. FSV 1950 Gotha – Thüringen
12. VSV Straubing 1 – Bayern
13. SV Rhinos Wiesbaden – Hessen
14. VSG Bretten – Baden
15. BSV Pirmasens – Rheinland-Pfalz
16. BSG Nordwalde – Nordrhein-Westfalen
17. TV Markgröningen 2 – Württemberg
18. BVS Weiden 2 – Bayern
19. SV Rhinos Leipzig – Sachsen
Damit setzte der BVS Weiden bei seiner Heimmeisterschaft ein sportliches Ausrufezeichen. Besonders Rang sechs für die erste Mannschaft zeigte, dass die Gastgeber mit der nationalen Spitze mithalten konnten. Bei der Siegerehrung standen schließlich die erfolgreichen Mannschaften im Mittelpunkt. Für den BVS Weiden endete ein intensives Meisterschaftswochenende mit zwei Platzierungen und viel Anerkennung für die gelungene Ausrichtung.