Die aus Eslarn stammende Schriftstellerin Marianne Ach, die heute in München lebt, ist am Dienstag, 13. Oktober 2026, um 18.30 Uhr zu Gast in der Regionalbibliothek Weiden. Die Lesung findet im Lesecafé der Regionalbibliothek, Scheibenstraße 7, 92637 Weiden, statt. Der Eintritt ist frei. Die Veranstaltung ist auch im offiziellen Veranstaltungskalender der Stadt Weiden und der Regionalbibliothek angekündigt.
Unter dem Titel „Grenzen erleben – Grenzen überwinden“ nimmt Marianne Ach die Besucherinnen und Besucher mit auf eine literarische Reise durch ihr bisheriges schriftstellerisches Schaffen. In ihren Erzählungen und Romanen stehen Menschen im Mittelpunkt, die – unabhängig von ihrer jeweiligen Lebenssituation – mit schwierigen Erfahrungen, inneren Konflikten und persönlichen Grenzen konfrontiert sind. Immer wieder geht es darum, wie Menschen mit ihrer Vergangenheit umgehen und Wege finden, Grenzen zu überwinden.
Besonderes Augenmerk dürfte dabei auf ihrem neuesten Roman „Hinter mir der Schatten“ liegen, der 2026 im Lichtungverlag erschienen ist. Im Mittelpunkt steht Elly, die als Kind ein traumatisches Erlebnis hat. Die Frage, was damals in der Dunkelheit einer Scheune geschah, begleitet sie ein Leben lang. Auch nach ihrem Aufbruch nach Paris gelingt es ihr nicht, die Schatten der Vergangenheit vollständig hinter sich zu lassen. Marianne Ach wurde 1942 in Eslarn in der Oberpfalz geboren. Nach Tätigkeiten als Kindergärtnerin und Katechetin studierte sie später und arbeitete als Realschullehrerin für Deutsch und Religion in München. Seit ihrer Pensionierung widmet sie sich ganz der Schriftstellerei.
Zu ihren zahlreichen Veröffentlichungen gehören unter anderem „Der Blechsoldat“, „Winterherzen. Eine Kindheit“, „Glück ist ein seltener Vogel“, „Von gestern eine Spur“, „Dieses schmale Stück Himmel über Paris“, „Der Atem deines Landes“ und „Auch die Nacht hat eine Farbe“. Ihr Roman „Der Atem deines Landes“ wurde 2021 in die Empfehlungsliste „Bayerns beste Independent Bücher“ aufgenommen. In dem Roman „Hinter mir der Schatten“ betrachtet der Sohn von Elly, Marcel, ein Autist, die Welt auf eigenwillige Weise. Nun legt die Autorin einen weiteren Roman vor, in dem Vergangenheit, Erinnerung, Identität und die Frage nach persönlicher Freiheit miteinander verbunden sind. Die Lesung in Weiden bietet damit zugleich Gelegenheit, eine bedeutende literarische Stimme der nördlichen Oberpfalz persönlich zu erleben.