Musik, Witze und Tränen beim Wirtshaussingen in Kötzersdorf
Wenn die Musikanten aufspielen, bekannte Volkslieder erklingen und bei den Witzen kein Auge trocken bleibt, dann ist wieder Wirtshaussingen angesagt. Beim jüngsten Treffen kamen Musikfreunde aus der ganzen Region zusammen, um einen geselligen Nachmittag mit Musik, Gesang und viel Humor zu erleben. Organisiert wird die Veranstaltung des Heimatkundlichen Arbeits- und Förderkreises (HAK) von Monika Fink und Sieglinde Wick. Auch dieses Mal freuten sich beide sehr über die gute Resonanz. Selbst zahlreiche parallel stattfindende Veranstaltungen konnten die Besucher nicht davon abhalten, nach Kötzersdorf ins Gasthaus der Familie Busch zu kommen.Werner Matt aus Mehlmeisel gab mit seinem Akkordeon den schwungvollen Auftakt. Nach der Begrüßung stimmten die Gäste gemeinsam „Tief im Frankenwald“ und das „Oberfrankenlied“ an. Danach wechselten sich die Musikanten mit Polkas, Volksliedern und Couplets ab. Roland Lutz aus Bayreuth griff zur Konzertina, Oswald Kopp aus Ramlesreuth sang unter anderem „Mei Maßkrug und i“ und „Gmoi“. Rudi Fink aus Kemnath brachte mit seiner Ziehharmonika Stimmung in die Runde. Albert Diesner aus Ebnath überzeugte als Coupletsänger und begleitete sich auf der Gitarre. Geiger Siegfried Zaus und Akkordeonspieler Thomas Schreyer, beide aus Kemnath, bereicherten das Programm ebenso wie Petra Felner aus Schlamersdorf. Als Neuzugang begeisterte sie mit zwei böhmischen Polkas, bei denen die Gäste kräftig mitsangen. Die Lachmuskeln wurden beim Auftritt von Albin Zeitler stark strapaziert. Er verstand es, mit seinen Witzen, ausdrucksstarken Gesten und seinem trockenen Humor den Saal zum Beben zu bringen. Doch nicht nur als Witzeerzähler, sondern auch mit alten, überlieferten Couplets wie „Vetta Hansl – Vetta Girgl“ und „As Henneraug“ wusste er zu begeistern. Linde Wick setzte mit ihren lustigen Geschichten und Witzen noch eins drauf. Dazwischen waren immer wieder die Besucher gefragt: Bei „Mir san vom Woid dahoam“ sangen alle kräftig mit. Zum Abschied stimmten die Kemnather Sängerinnen das Lied „Nimm Dir Zeit, werde still, wenn ein Vogel singt“ an. Lange müssen die Freunde der Wirtshausmusik nicht warten: Am 8. November steht das nächste Treffen auf dem Programm.