Gedenkstättenfahrt nach Hartheim
Bei einer Bezirksvorstandssitzung der SPD-AG 60plus Oberpfalz im „Kellerhäusl” in Schnaittenbach machte Bezirksrat Bruno Lehmeier auf eine Fahrt nach Hartheim, an der sich alle Interessenten beteiligen können, aufmerksam. Die Fahrt geht am 2. November nach Hartheim b. Linz zum dortigen Gedenk- und Lernort. Die Tötungsanstalt Hartheim war vom Mai 1940 bis Dezember 1944 Schauplatz von Massenmorden durch Kohlenmonoxid in einer Gaskammer. Hier erfolgten zunächst NS-Krankenmorde im Rahmen der Aktion T 4, die im Täterkreis als „Euthanisie” gerechtfertigt und verharmlost wurden. Bis August 1941 fielen dem Euthanasie-Programm, das vor der Öffentlichkeit geheim gehalten werden sollte, allein in Hartheim mehr als 18.000 Psychiatriepatienten und behinderte Menschen zum Opfer. Reinhold Strobl erinnerte daran, dass auch 220 Bewohnerinnen und Bewohner bei Regens Wagner in Michelfeld und 450 Insassen aus dem Kloster Reichenbach mit ungewisser Zukunft abgeholt wurden. An der Fahrt, so Bruno Lehmeier, kann sich die interessierte Bevölkerung beteiligen. Bereits um 06.20 Uhr geht ein Bus in Weiden (Haltestelle Neues Rathaus) und um 07.00 Uhr in Schwandorf (Pendler-Parkplatz beim Globus-Halt) weg. Anmeldungen bitte bis zum 28.10.2026 direkt beim Bezirk (https://eveeno.com/hartheim). Teilnehmerbeitrag: 20 €.