Stadt Vilseck von Maria Honig: Großen Zuspruch fand der Seniorenausflug der Stadt Vilseck nach Freihung. Ziel war das geschichtsträchtige Bleierzabbaugebiet sowie das anschließende gemütliche Beisammensein im Eistüberl.
Für viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer war es eine interessante und zugleich überraschende Erkenntnis, dass sich ganz in unserer Nähe ein historisch so bedeutendes, aber auch nicht ganz ungefährliches Bergbaugebiet befindet.
Herr J. Kohl aus Massenricht vermittelte sein umfangreiches Wissen auf sehr anschauliche und verständliche Weise. Er berichtete zunächst von der Entstehung der Erde und den unterschiedlichen Gesteinsformationen, die sich im Laufe der Jahrmillionen gebildet haben. Zur besseren Veranschaulichung hatte er sogar verschiedene Gesteinsproben mitgebracht.
Besonders interessant waren seine Ausführungen über den Abbau von Blei und Silber, die häufig gemeinsam vorkommen. Bereits im Jahr 1427 wurde in diesem Gebiet nachweislich Blei abgebaut. Nachdem der Bergbau zunächst wieder eingestellt worden war, begann man um 1877 erneut mit Versuchs- und Schürfschächten. In dieser Zeit entstand in der Ortschaft Elbart die Erzbergwerk-Siedlung.
Herr Buchen, der das Abbaugebiet seinerzeit betrieb, war ein bedeutender Arbeitgeber für die Region. Der Bergbau bestand noch bis nach dem Zweiten Weltkrieg, ehe das Werk abbrannte. Seitdem liegt das ehemalige Bergbaugebiet weitgehend im „Dornröschenschlaf”.
Heute lädt dort ein schöner Rundwanderweg dazu ein, auf den Spuren der Bergbaugeschichte unterwegs zu sein. Bereits nach der katholischen Kirche weisen die ersten Schautafeln auf die Geschichte und Bedeutung des ehemaligen Erzabbaugebiets hin.
Nach der interessanten Führung und den vielen neuen Eindrücken ließen die Seniorinnen und Senioren den gelungenen Ausflug in geselliger Runde im Eistüberl gemütlich ausklingen.