Tierisch gut ging es zu: Genau zum 800. Todestag des heiligen Franziskus von Assisi lud die Pfarrei Mariä Himmelfahrt am Samstag, 3.10., erstmals zu einer Tiersegnung in den Kirchenpark ein. Bei zunächst bedecktem, aber mildem Wetter fanden sich am Vormittag rund zehn Vierbeiner, vom Hund bis zu zwei Eseln, mit ihren Besitzern ein und ließen sich den Segen zusprechen. Pfarrer Martin Besold und Pfarrpraktikant Alexandre Mantion leiteten die Andacht. Im Mittelpunkt stand die Legende vom Wolf von Gubbio: Ein Wolf versetzte die Stadt in Angst und niemand wagte sich vor die Tore. Franziskus aber ging ihm furchtlos entgegen und sprach ihn als „Bruder Wolf” an. Er schloss mit ihm Frieden: Der Wolf ließ die Menschen in Ruhe und die Bewohner gaben ihm dafür zu fressen. Zwei Jahre lebte er friedlich unter ihnen. Die Geschichte – so die Geistlichen - erinnere uns daran, dass auch Furchterregendes anders behandelt werden könne als mit Gewalt, im Umgang mit Tieren wie mit Mitmenschen. Und sie zeige: Der Mensch sei nicht nur Herrscher über die Schöpfung, sondern ein Teil von ihr, mit einer Verantwortung, die heute aktueller sei denn je. Nach Gesang und Gebet folgten der allgemeine Segen und die Einzelsegnung. Ob Hund oder Esel: Der Segen galt allen, auch denen, die dem Weihwasser mit gesunder Skepsis begegneten. Zum Ende kam sogar die Sonne heraus, und gestärkt ging es wieder nach Hause.