Jährlich ereignen sich in Deutschland rund 200 000 bis 300 000 Brände in privaten Häusern und Wohnungen. Grund genug für die CSU-Senioren-Union Kaolinpott, zu einem Info-Abend zum Themenkreis „Brandschutz: Gefahren im Haushalt” in den Gasthof Haas einzuladen. Der stellv. Vorsitzende Fredi Weiß, Kreisbrandrat a. D., hatte dafür in Kreisbrandmeister Jürgen Ehrnsberger einen kompetenten Referenten gewonnen. Er betonte, dass das Kennenlernen möglicher Brandursachen wichtig für das Vorbeugen von Bränden ist. Als erhöhte Brandrisikofaktoren nannte er veraltete elektrische Anlagen und Geräte, die sich selbst nicht abschalten. Vergessenes Essen auf dem Herd, nicht ausgeschaltete Bügeleisen seien z. B. klassische Brandquellen. „Die Liste der Brandgefahren in der Küche ist lang!” Besonders für ältere Menschen empfahl er die Anschaffung eines „Herdwächters”. Ein solcher alarmiere nicht nur, sondern unterbreche gleichzeitig die Stromzufuhr. Mit zunehmendem Alter steige das Risiko. Rund ein Drittel aller Wohnungsbrände werde durch elektrische Defekte verursacht. Höheres Alter bedeute wegen oft eingeschränkter Bewegungsfähigkeit eine eingeschränkte oder sogar fehlende Selbstrettungsfähigkeit. „Das Risiko bei einem Wohnungsbrand ums Leben zu kommen, ist für Senioren doppelt so hoch wie für die restliche Bevölkerung.” In der Advents- und Weihnachtszeit sollte man generell auf echte Wachskerzen verzichten und durch elektrische Kerzen ersetzen. Ehrnsberger empfahl als erste Präventionsmaßnahme einen Risiko-Check zuhause. Wichtigstes Präventionsmittel seien funktionierende Rauchwarnmelder. Empfehlenswert seien Rauchmelder mit bestimmten Qualitätskennzeichen und fest eingebauten 10-Jahres-Batterien. Je früher sie einen Brand melden, desto besser die Chancen, sich zu retten. Um einen Zeitvorsprung zu sichern, sollte man sämtliche Räume außer Küche und Bad damit ausstatten. Wichtig sei die jährliche Wartung und Überprüfung der Warnmelder. Wenn es zu einem Brandfall im Haushalt kommt, so KBM Ehrnsberger, sollte man die Wohnung sofort verlassen, die Wohnungstür verschließen, den Schlüssel mitzunehmen und unverzüglich die Nummer 112 der Feuerwehr anzurufen. Die Nummer sollte im Telefon gespeichert sein. Ehrnsberger illustrierte mit zwei Filmen das schnelle Ausbreiten eines Wohnungsbrandes. Zum Ende des Vortrags bedankte sich Fredi Weiß mit einem kleinen Präsent bei dem Referenten für seine interessanten Ausführungen