Zusammen mit vier Lehrern stellten die angehenden Abiturienten außerhalb des normalen Unterrichts das Gedenken und Erinnern an die Gräueltaten der Schoah in den Mittelpunkt der Exkursion. Weitere Themenschwerpunkte waren die polnische Erinnerungs- und Geschichtspolitik, die Auseinandersetzung mit dem Holocaust in der modernen Kunst und das jüdische Leben Krakaus.
Die Gruppe unternahm einen Stadtspaziergang durch das Viertel Kazimierz und lernte so das historische jüdische Leben kennen. Am Nachmittag besuchten die Schülerinnen und Schüler die ehemalige Fabrik von Oskar Schindler, welche heute ein Museum ist.
Das Zentrum, aber auch den emotionalsten Teil der Exkursion bildete ein ganztägiger Studienaufenthalt im ehemaligen Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau. Eine Führung durch das Stammlager Auschwitz mit anschließender Besichtigung einer Sonderausstellung, die von Yad Vashem gestaltet wurde, gab den Schülern einen Einblick in das Areal des ehemaligen Konzentrationslagers. In Auschwitz-Birkenau bekamen die Schüler Hintergründe dieses Orts durch eine Führung erläutert. Vor allem die schiere Größe des Areals mit den fünf Gaskammern und Krematorien ließ die Dimension des größten Völkermordes der Geschichte bewusst werden. Das Wiedererstarken rechtsextremer Parteien machte der Schülergruppe bewusst, dass der Antisemitismus noch lange nicht besiegt ist.
Den Abschluss bildete eine Stadtführung durch das historische Krakau. Zum Abschluss galt der Dank den teilnehmenden Lehrkräften und der Sanddorf-Stiftung für die finanzielle Förderung der Studienfahrt.