Die Besucher des Gottesdienstes auf den Stufen des Denkmals mit Pfarrer Roland Klein und Ministranten. (Bild: Brigitte Grimm)

Kirchweihgottesdienst in Ermhof

Sie hat schon eine lange Tradition: die Kirchweih in Ermhof. Zwar wurde die dortige ehemalige Kirche im Jahr 1979 abgebrochen, doch der Verein der Freunde von Ermhof e. V. hat vor 20 Jahren die Grundmauern der ehemals drei Kirchen, die im Laufe der Jahrhunderte immer wieder abgerissen und neu aufgebaut wurden, aufmauern lassen und so ist ein einzigartiges Kulturdenkmal entstanden. Immerhin geht die erste der dort gebauten Kirchen auf das Ende des 8. Jahrhunderts zurück. Pfarrer Roland Klein freute sich, dass doch einige Gottesdienstbesucher gekommen sind, um an diesem „altehrwürdigen Ort, an dem seit mittlerweile immerhin 1200 Jahren Menschen zum Gebet zusammenkommen, das Kirchweihfest zu feiern“. Klein ging dabei auch auf die Geschichte der Kirche ein, die ursprünglich dem hl. Martin geweiht war. So wurde das Kirchlein wohl als Hofkapelle gebaut, erst Jahrhunderte später wurde sie zur Wallfahrtskirche. Nachdem die Kirche in der Nähe der Goldenen Straße lag, an der damaligen Hauptverkehrsroute zwischen Prag und Nürnberg, und auch an einer sehr bedeutenden Straße, die vom Norden in den Süden führte, war diese Kirche „Über tausend Jahre lang eine spirituelle Kraftquelle und ein Ort der Begegnung mit Jesus“, so der Geistliche in seiner Predigt. Klein bedankte sich am Ende der Messfeier beim Verein der Freunde von Ermhof e. V. mit dessen Vorsitzenden Walter Schraml, die sich das Jahr über darum kümmern, dass die Gedenkstätte in Ordnung gehalten wird.


Weitere Artikel

north