Amberg. Der Kreisverband Amberg-Stadt bestätigte im September bei der Mitgliederversammlung Tanja Fahrnholz als Vorsitzende und ihre beiden Stellvertreterinnen Elke Schmidt und Anja Decker mit deutlicher Zustimmung. Schatzmeister bleibt Matthias Franzeck. Als Schriftführerin ist Martina Erras gewählt. Albert Schindlbeck und Renate Kißeler übernehmen die Betreuung der Pensionistinnen und Pensionisten. Elisabeth Graml vertritt die Fachlehrerinnen und Fachlehrer, Elke Schmidt die Schulleitungen. Philipp Laurer führt die Referate der Pressearbeit und Dienstrecht und Besoldung fort. Kurt Schneider zeigt sich kommissarisch als Webmaster für den Internetauftritt verantwortlich, wobei Martina Erras als Digitalbeauftragte unterstützt. Andrea Hiltl ist Ansprechpartnerin für das Referat Berufswissenschaft. Fabian Siegert verantwortet den schulpolitischen Bereich. Udo Behn berät die Mitglieder weiterhin in Rechtsangelegenheiten. Als Verantwortliche für die Beratungslehrkräfte wirkt Bärbel Birgmann. Ralph Schmitt kümmert sich um die Förderschulen. Vertreter für die Förderlehrer ist Stefan Kick. Als Beisitzer sind Renate Schindlbeck und Christel Wawra gewählt. Die Kassenprüfung führen Heinz Kotzbauer und Albert Schindlbeck durch.
Tanja Fahrnholz sprach eindringlich an, dass die Schulen zunehmend an ihre Belastungsgrenzen kommen. Heterogene Klassen, steigende Anforderungen, Personalmangel und zusätzliche bürokratische Aufgaben prägen den Alltag vieler Lehrkräfte. Aus Sicht des BLLV darf die Antwort darauf nicht darin bestehen, den Schulen immer neue Aufgaben zu übertragen. Notwendig seien vielmehr echte strukturelle Entlastungen und bessere Arbeitsbedingungen, um den Fokus auf die Schülerinnen und Schüler zu lenken. Dazu gehören nach den Vorstellungen des Verbandes weniger Bürokratie, verlässlichere Arbeitszeitmodelle und ausreichend Zeit für Zusammenarbeit im Kollegium. Auch multiprofessionelle Teams, psychologische Unterstützung und niedrigschwellige Angebote wie Coaching und Supervision sollen ausgebaut werden. Schulgesundheitsfachkräfte könnten dabei eine zusätzliche Unterstützung im Schulalltag darstellen. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Lehrerbildung. Der BLLV sieht hier ebenfalls Handlungsbedarf und begrüßt Ansätze, die Ausbildung stärker mit der schulischen Praxis zu verbinden. Mehr Praxisbezug bereits im Studium, eine stärkere Fachdidaktik, verbindliche Ausbildungsinhalte etwa zu Inklusion, Demokratie und Digitalität sowie bessere Beratung beim Übergang ins Referendariat sollen dazu beitragen, angehende Lehrkräfte besser auf ihren Beruf vorzubereiten.
Auch die aktuelle Situation an den Schulen in Amberg wurde angesprochen. Themen wie Lehrkräftemangel, Unterrichtsversorgung, Hitzeschutz und die Umsetzung des Startchancen-Programms beschäftigen den Kreisverband unmittelbar. Ebenso bestand Einigkeit darin, dass der Lehrberuf kein bloßer Job, sondern vielmehr eine Berufung ist.