Ab in den Bierkeller: Eine 20-köpfige Gruppe der Gemeinschaft St. Georg Sulzbach (GSG), machte sich auf zur Besichtigung der Brauerei Heldrich in Edelsfeld, organisiert von Vorsitzendem Thomas Zellerer. Braumeister Helmut Aures übernahm quasi die Führung, nachdem Besitzer Michael Heldrich die Besucher begrüßt hatte. Die Brauerei wurde 1877 von Friedrich Heldrich gegründet und 1885 an seinen Sohn Johann Georg übergeben. Dieser baute eine Mälzerei und einen Eiskeller. Die alte Fassreinigungsmaschine ist aus dieser Zeit ist heute noch in Betrieb. Aus dieser Zeit stammt auch der berühmte „Blaustopsel“, ein Helles mit höherem Alkoholgehalt - es wird heute noch im Original so hergestellt. 1920 übernahm dann Johann Leonhard Heldrich, der bis 1940 zahlreiche Baumaßnahmen durchführte, wie Aures erklärte.
Vom vorletzten Besitzer Hans Heldrich (er errichtete 1962 ein neues Sudhaus samt Würzepfanne und Läuterbottich) hat Sohn Michael Heldrich die Brauerei 1991 übernommen. Inzwischen ist auch der potenzielle Nachfolger, Braumeister Markus Eismann, ins Geschäft eingestiegen. Unter Führung von Helmut Aures ging es quasi durch das ganze Gebäude, vom Sudhaus oben über die einzelnen Stationen bis zwölf Meter unter die Erde in den alten Eiskeller. Der Braumeister erläuterte anschaulich die Schritte des Bierbrauens, die hier noch völlig ohne Computerunterstützung in den teils uralten Gewölben ablaufen. Rund 3000 Hektoliter Helles, Blaustopsel, Festbier, Lager, Zwickl und Pils verlassen jährlich die Brauerei, die Brauerei besitzt viele treue Fans in ganz Bayern. Das Bier gibt es im eigenen Getränkemarkt und hauptsächlich auf den vielen Festen der Umgegend.
Zahllose Treppen waren bei der Tour zu bewältigen, bis sich die Truppe im Bierlager zur geselligen Abschlussrunde mit Brotzeit zusammenfand. Dabei wurde auch das neue Keller-Pils probiert. Thomas Zellerer dankte Michael Heldrich und Helmut Aures für die hochinteressante Besichtigung.