Was wäre die Dionysius-Kirchweih ohne das Konzert der Blechbläser von iBrass. Das Quintett der Musikkapelle setzte am Sonntag eine über 30-jährige Tradition fort.
Bereichert durch ein Streicher-Trio erfreute es eine Stunde voll musikalischen Ohrenschmaus. „Blech und Streicher“ ergaben eine wunderbare Kombination und begeisterte die vielen Musikfreunde, die den Weg in die alte Pfarrkirche gefunden haben.
Moderator Matthias Bierler, selbst Gründungsmitglied, verwies auf die Besonderheiten dieses Barock-Juwels und seine 700-jährige Geschichte. Die Musiker erfüllten mit machtvollen und besinnlichen musikalischen Klängen das Kirchenschiff. Mit dem Stück „Fanfare To La Peri“ des französischen Romantikers Paul Dukas eröffneten die Bläser Manfred Brunner und Sebastian Lindner (Trompete), Thomas Prey (Horn), Peter Prey (Posaune) und Georg Matzke (Tuba), das Konzert. Nach der „Fanfare“ des Renaissance-Komponisten Tylman Susato, dem „Marche Guerrière“ von J. B. Lully und „Siciliana“ von G. B. Pergolesi endete der erste Teil mit der “Sonate zu fünf Stimmen“ des bedeutenden deutschen Musikers des 17. Jahrhunderts.
Den zweiten Teil gestaltete das Streichertrio „Korkenzieher“ aus München. Die Musiker Erica Westenberg (Violine), Kerstin Meier (Bratsche) und Friedrich Weniger (Cello) begeisterten mit fein abgestimmten und harmonisch dargeboten Werken. Schon beim ersten Stück, das „Streichtrio D471“ von Franz Schubert, konnte man ihre Virtuosität erkennen. Die „Kunst der Fuge Nr. 18“ von J. S. Bach sowie das „Streichtrio op. 53 Nr. 3“ von Joseph Haydn waren ebenfalls hervorragend vorgetragen. Einen fulminanten Schlusspunkt setzte das “Streichtrio op. 3“ von Ludwig Beethoven.
Mit den bekannten Melodien „The Story“ von Phil Hanseroth, „The Rose“ von Amanda McBroom und dem afrikanischen Vaterunser „Baba Yetu“ von Christoper Tin ließen anschließend iBrass, verstärkt durch Emilia Lindner (Trompete), die Zuhörer mit sanfteren Tönen in Gedanken schwelgen.
Nach einem großen Beifall, mit dem das Zuhörer die Leistungen honorierte, gaben die beiden Gruppen noch zwei Zugaben. Zunächst spielte iBrass den 3. Satz aus dem „Quintett Nr. 1“ von Viktor Ewald. Mit dem gemeinsam (Bläser und Streicher) gespielten Stück „La Générosité“ von G. Ph. Telemann verabschiedeten sich die Musiker vom begeisterten Publikum.