Auf großes Interesse stieß die Informationsveranstaltung der Siedlergemeinschaft Schirmitz e. V. zum Thema „Wie wollen wir im Alter leben? – Quartierskonzepte als Weg zu einer zukunftsfähigen Seniorenarbeit“.
Zahlreiche Besucherinnen und Besucher waren der Einladung gefolgt, um sich über neue Wege in der Seniorenarbeit, alternative Wohnmöglichkeiten und die Zukunft des Lebens im Alter zu informieren.
Als Referentin konnte die Siedlergemeinschaft Petra Brenner, Quartiersmanagerin im Markt Eslarn, begrüßen. Sie erläuterte zunächst die theoretischen Grundlagen eines Quartierskonzepts und erklärte, welche Bausteine dazugehören und wie eine Gemeinde ein solches Konzept entwickeln und umsetzen kann. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf den Fördermöglichkeiten durch das Bayerische Staatsministerium und den damit verbundenen Chancen für Kommunen, entsprechende Projekte auf den Weg zu bringen.
Ein besonderes Augenmerk legte Petra Brenner auf alternative Wohnformen im Alter. Der Wunsch, möglichst lange selbstbestimmt und in einem vertrauten Umfeld zu leben, wirft auch die Frage auf, welche Wohnmöglichkeiten neben dem klassischen Wohnen im eigenen Haus oder in einer Pflegeeinrichtung infrage kommen. Unterschiedliche gemeinschaftliche Wohnmodelle können hier neue Perspektiven eröffnen und zugleich soziale Kontakte, gegenseitige Unterstützung und ein aktives Miteinander fördern.
Anhand zahlreicher konkreter Beispiele und persönlicher Erfahrungswerte zeigte Petra Brenner, wie Quartiersmanagement vor Ort funktioniert, welche Angebote geschaffen werden können und welchen Beitrag diese zur Lebensqualität älterer Menschen leisten.
Ausführlicher stellte sie dabei auch das Modell der Seniorenhausgemeinschaft in Eslarn vor. Diese alternative Wohnform bietet einen Ansatz, gemeinschaftliches Leben und selbstbestimmtes Wohnen miteinander zu verbinden. Die Einblicke in die Entstehung und praktische Umsetzung des Projekts machten deutlich, wie neue Wohnkonzepte dazu beitragen können, Einsamkeit entgegenzuwirken, Gemeinschaft zu ermöglichen und das Leben im Alter aktiv zu gestalten.
Dass das Thema viele Menschen bewegt, zeigte sich am regen Austausch während und nach dem Vortrag. Zahlreiche Nachfragen und Diskussionsbeiträge machten deutlich, wie groß das Interesse an konkreten Lösungen, alternativen Wohnmöglichkeiten und neuen Ideen für die Seniorenarbeit ist.
Vorsitzender Walther Piehler freute sich über die gut besuchte Veranstaltung und die engagierte Beteiligung der Gäste. Der Vortrag lieferte wertvolle Impulse und zeigte auf, dass eine zukunftsfähige Seniorenarbeit frühzeitig ansetzen sollte. Quartierskonzepte, passende Unterstützungsangebote und alternative Wohnformen können wichtige Bausteine sein, um älteren Menschen ein möglichst langes, selbstbestimmtes Leben in ihrem vertrauten Umfeld zu ermöglichen.
Auch für Schirmitz und die Verwaltungsgemeinschaft boten die vorgestellten Erfahrungen aus Eslarn interessante Denkanstöße. Die Veranstaltung machte deutlich, wie wichtig es ist, sich rechtzeitig mit den Bedürfnissen einer älter werdenden Gesellschaft auseinanderzusetzen und gemeinsam neue Wege für ein gutes Leben im Alter zu entwickeln.