Erfolgreich konnten die Urkunden des Patenbittens zwischen den Feuerwehren (FFW) Leuchtenberg und Lerau unterzeichnet werden. Mit einem Großaufgebot – im Hänger sogar die Leuchtenberger Burg dabei – trafen die Feuerwehrler aller Altersgruppen mit Festbraut Laura vor dem Feuerwehrhaus in Lerau ein. In Gedichtform bat der zweite Kommandant Gerd Scharff ehrerbietend um die Patenschaft für das Jubiläumsfest „150 Jahre Feuerwehr“, das vom 4. bis 6. Juni 2027 gefeiert wird. Der Vorsitzende der Lerauer Wehr, Peter Schwabl, gab in Reimform seine Zustimmung.
Auf kantigem Holz kniend baten die Leuchtenberger vor den Lerauern um die Patenschaft. Doch damit war es nicht getan: Die Lerauer hatten zusätzlich etliche Hürden vorbereitet, die die Leuchtenberger zunächst bewältigen mussten. Sarah Schwabl und Franziska Kappl hatten dafür ein anspruchsvolles Programm erarbeitet. Zunächst mussten die Gäste ihre Stimmen erklingen lassen, dann waren Heimatkunde, das Erraten von Hausnamen, Bier-Einschenken mit einer an Seilen befestigten Flasche, das Werfen eines Hula-Hoop-Reifens über die Vereinsfahne, das Befördern eines Tischtennisballs durch Schlauch und Verbindungsstücke sowie das Besetzen eines B-Schlauchs mit FFW-lern in zwei Minuten gefragt. All das schafften sie und wurden mit Applaus der zahlreichen Feuerwehrleute und Gäste belohnt, darunter Bürgermeister Anton Kappl und Ehrenvorsitzender Gerhard Scharff.
Im Feuerwehrhaus Lerau unterzeichneten Vorsitzender Peter Schwabl, sein Stellvertreter Konrad Preßl, Kommandant Albert Krapf und sein Stellvertreter Lukas Woppmann von der Lerauer Wehr die Patenschaftsurkunde. Sie hoben hervor, dass sie aufgrund der langjährigen Kameradschaft und Verbundenheit sehr gerne Pate stehen und das Jubiläum mit all ihrer Kraft unterstützen werden. Das Patenschaftsersuchen der Leuchtenberger unterzeichneten im Gegenzug Vorsitzende Nicole Scharff, ihr Stellvertreter Siegfried Kammerer, Kommandant Manuel Tschierschke und sein Stellvertreter Gerd Scharff. Nach so viel „Einsatz“ bei herrlichem Herbstwetter ging es im Zug, angeführt von der „Blaskapell’n Flossenbürg“ unter der Leitung von Franz Völkl, in die Meißner-Halle, um dieses Ereignis gebührend zu feiern.