Im Rahmen seines Besuchs der Dekanate Selb und Wunsiedel hat Landesbischof Christian Kopp am Mittwoch, 28. Oktober, der evangelischen Diaspora in Neusorg eine Stippvisite gemacht. Begleitet wurde er von seiner persönlichen Referentin, Frau Sandra Bach, und Dekan Peter Bauer. Herzlich empfangen wurde er von Pfarrer Michael Kelinske, dem Neusorger Bürgermeister Oliver Becher, dem Neusorger Altbürgermeister Peter König und seiner Gattin, der Synodalen und Selber Pfarrerin Daniela Schmid, sowie den Neusorger Kirchenvorständen. Es folgte ein kurzer Rundgang durch das am 19. November 1950 eingeweihte Gotteshaus. Die ganz aus Holz gefertigte Kirche gehört heute zu den am besten erhaltenen Otto-Bartning-Kirchen in Deutschland und wurde 2005 unter Denkmalschutz gestellt. Die Kirchenkennerin und langjährige Vertrauensfrau Anneliese Fickenscher gab einen kurzen Überblick über die Geschichte der Gemeinde, die 1976 eigenständig und 1995 zusammen mit Waldershof zu einer gemeinsamen Pfarrei vereint wurde. Sie hob auch die gelebte Gemeinschaft mit der katholischen Kirche hervor. Pfarrer Kelinske leitete dann über auf das Kernthema des Besuches: Die Situation in der Diaspora Neusorg – Herausforderungen und Perspektiven des evangelischen Gemeindelebens. Wie lebe ich meinen Glauben hier? Es folgte ein lebendiger Gedankenaustausch. Bürgermeister Becher betonte, dass die evangelische Kirche ein unverzichtbarer Bestandteil im gesellschaftlichen Miteinander und Zueinander in Neusorg ist. „Was wäre ein Neusorger Bürgerfest ohne die evangelische Kirche.“ Für Altbürgermeister Peter König gehört die Christuskirche von Anfang an zum Ortsbild, da er im Umfeld der Kirche ökumenisch aufgewachsen ist, und betont das freundschaftliche Miteinander. Pfarrer Kelinske und die Kirchenvorstände machen deutlich, wie wichtig Präsenz zeigen in der Diaspora ist, durch viele Aktivitäten, wie z. B. den im Sommer ins Leben gerufenen Kindergottesdienst, durch Teilnahme an öffentlichen Veranstaltungen, durch den intensiven Kontakt und die Nähe zur Gemeinde und durch das grundsätzliche Hochhalten des evangelischen Glaubens. Den Abschluss der Stippvisite bildete der Eintrag von Landesbischof Kopp in das goldene Buch der Gemeinde Neusorg.