67 Ehepaare, welche dieses Jahr auf eine runde Zahl ihres Miteinanders blicken dürfen, folgten der Einladung der Pfarreiengemeinschaft AM Mariahilfberg zur Ehejubiläumsfeier . Vier Paare von ihnen haben bereits vor 65 Jahren den Bund der Ehe geschlossen. Für Pfarrer Josef Irlbacher war beim Gottesdienst das Evangelium vom 30, Sonntag Einleitung seiner Predigt. Es ging um das Gebot der Liebe; zu Gott, zum Nächsten und zu sich selbst. Jesus brachte es auf den Punkt. Stets zählt jedoch nur das Eine; die Liebe. In einer gelebten Partnerschaft ist auch nur diese Eine entscheidend: aus Liebe. Wenn man zählen und aufzurechnen beginnt „Ich gebe dir das, das schuldest du mir das“- dann wird es gefährlich. Eine Liebe über viele gemeinsame Jahre ist auch eine Herausforderung und oft auch auf die Probe gestellt. Zudem gibt es Scheitern. Worauf die Paare zählen dürfen, ist die Zusage Gottes. Er verabschiedet sich nicht, er bleibt dabei, egal was kommt. Das kann Kraft und Halt geben. Genau das bedeutet auch Segen. Deshalb, so Pfarrer Irlbacher wolle er den Ehepaaren, die sich dazu um den Altar versammelten, den Ehesegen erneuern. Außerdem erhielten sie zum Andenken eine Glückwunschkarte und eine Rose.
Eine kurze, aber sehr ansprechende Gabenprozession, bei der mit den Symbolen eines Stuhls, einer Rose, des Brotes, einer Kerze, eines Stockes und eines Steins die Ehe-Jahrzehnte zum Altar gebracht wurden schloss sich an.
Für ein geselliges Miteinander im Pfarrsaal sorgte der Pfarrgemeinderat Aschach-Raigering. Pfarrer Josef Irlbacher unternahm eine Zeitreise in den letzten 65 Jahre zurück und blickte dabei auf die Ereignisse in der Welt. Was war los, gesellschaftlich und politisch, welche Musik war zu hören? Dabei betrachtete er besonders die Jahre, in denen die Jubelpaare sich gegenseitig ihr Eheversprechen vor dem Altar gaben.