Ausgangspunkt war die Lebenswelt der Kinder. Im Garten stand ein Holzpferd. Und jeden Tag das gleiche Bild: eine lange Schlange, drängeln, der Satz: „Ein Pferd ist zu wenig! Wir wollen doch alle gleichzeitig reiten!” Aus diesem Wunsch entstand ein Projekt, das mehr verändert hat als nur den Garten.
„Die Kinder sind Akteure mit eigenen Gestaltungsmöglichkeiten”, erklärt die Pädagogin. Alle, die Lust hatten, durften mitmachen – freiwillig, ohne Zwang. In Kinderkonferenzen brachten die Kinder eigene Ideen ein, wie der Stall ausschauen soll. Es wurde demokratisch abgestimmt, gemeinsam geplant und gezeichnet.
Der Bildungsbereich Naturwissenschaft und Technik stand im Vordergrund. Lösungswege wurden ausgehandelt, Sichtweisen wertgeschätzt. Ziel war es, die Basiskompetenzen Selbstwirksamkeit und Problemlösefähigkeit zu stärken. „Ich kann das!”
Nicht der Pferdestall an sich ist das Wichtigste, sondern was die Kinder daraus gelernt haben. Sie haben gelernt, Probleme zu lösen, zu verhandeln, zu messen, dranzubleiben und zu sagen: „Wir schaffen das gemeinsam!”
An 2 Bautagen wurde der Pferdestall dann gemeinsam mit Eltern und Kindern aufgebaut. Ein besonderer Dank geht an alle freiwilligen Helfer und Sponsoren ( Firma Schott, SHM Waldsassen, Haberkorn u. Söhne Pleußen, Autohaus Kremer Selb, Forstbetrieb Waldsassen, Dienstleistungen Summer/Lang und Eltern des Kinderhauses). Ohne sie wäre dieser Traumstall nie möglich gewesen. Wenn man heute vor diesem Pferdestall steht, dann sieht man vor allem eines: Was entstehen kann, wenn viele Menschen gemeinsam an eine Idee glauben. Und genau das möchten wir unseren Kindern mitgeben: Dass ihre Ideen wichtig sind. Dass sie etwas schaffen können. Dass es sich lohnt, gemeinsam anzupacken. Und dass aus einem kleinen Wunsch manchmal etwas ganz Großes entstehen kann.