Dr. Maximilian Bolch, Allgemeinmediziner und Badearzt, informierte in zwei Vorträgen über die Radontherapie und erläuterte, wie Interessierte Zugang zu einer entsprechenden Behandlung erhalten können. Dabei stellte er insbesondere die Unterschiede zwischen einer ambulanten Vorsorgemaßnahme im Heilbad und einer stationären Rehabilitationsmaßnahme in einer Klinik heraus.
Ein Schwerpunkt lag auf der Beantragung einer ambulanten Badekur. Für viele Besucherinnen und Besucher war neu, dass der Antrag direkt über die niedergelassene Hausarztpraxis gestellt werden kann. Sollte dort das Formular „Muster 25“ nicht in der Praxissoftware verfügbar sein, steht ein Antragsformular auch online unter www.sibyllenbad.de/kurantrag zum Download bereit, erklärte Dr. Bolch.
Die ambulante Vorsorgemaßnahme im Sibyllenbad biete zudem ein hohes Maß an Flexibilität. Sie könne auch berufsbegleitend in Anspruch genommen werden und ermögliche damit beispielsweise pflegenden Angehörigen, die Behandlung besser mit ihren alltäglichen Verpflichtungen zu vereinbaren, so Dr. Bolch weiter.
Anschaulich erläuterte der Badearzt außerdem den Ablauf der Therapie und die Besonderheiten der Radon-Kohlensäure-Kombinationsbäder. Bei dieser Behandlung wird zunächst im Kohlensäure-Mineralbad gebadet. Anschließend erfolgt der Zulauf des radonhaltigen Wassers unterhalb der Wasseroberfläche. Diese Kombination fördert die Durchblutung der Haut und unterstützt die Aufnahme des Radons über die Haut. Dr. Bolch würdigte in diesem Zusammenhang auch die Pionierarbeit des ersten Badearztes des Sibyllenbades, Prof. Dr. Dr. Grunewald, der diese kombinierte Therapieform entwickelt und damit eine wirksame und zugleich schonende Behandlungsmöglichkeit geschaffen hat.
Eine weitere Gelegenheit zur Information bietet ein Vortrag von Dr. Maximilian Bolch am 4. November 2026 um 17 Uhr im Kurmittelhaus Sibyllenbad. Der Eintritt ist frei, eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.