Ein Abend voller Humor und Herzlichkeit in Pleystein. „Wer nicht genießt, ist ungenießbar“, unter diesen Motto nahm uns am Donnerstag d. 15.10.2026 Schwester Teresa Zukic mit auf eine Reise zu den kleinen und großen Freuden des Lebens. Mit viel Witz, persönlichen Erlebnissen, wertvollen Impulsen und ihrer mitreißenden Art verstand sie es, die vielen Besucher in der Stadtpfarrkirche Pleystein zu begeistern, zum Nachdenken und zum Lachen zu bringen. Schwester Teresa wurde in Kroatien geboren, wuchs in Weinheim an der Bergstraße auf, entdeckte dann den Leistungssport für sich und gewann viele Medaillen. Als sie durch Zufall kurz vor ihrem Abitur in einem Sportinternat in Bad Soden Allendorf die Bergpredigt in der Bibel las, verliebte sie sich sofort in Jesus, trat ins Kloster ein und wurde Ordensschwester bei den Vinzentinerinnen Fulda. In Mainz machte sie nach ihrem Studium den Abschluss als Dipl.-Religionspädagogin. Schwester Zukic ist Trägerin des Bayerischen Verdienstordens, mit dem sie im Juli 2023 ausgezeichnet wurde. Sie schrieb 36 Bücher, 9 Musicals und inzwischen 3 Kochbücher. 2004 bekam sie den Kulturkreis für Musik und Gegenwartsliteratur. Legendär war ihr Auftritt als Skateboard fahrende Nonne bei Margarete Schreinemakers. Ein tiefer Einschnitt in ihrem Leben war die Diagnose Gebärmutterhalskrebs. Aber sie ließ sich nicht unterkriegen und bekämpfte diese schlimme Krankheit mit Gottes Gnade und den hervorragenden Ärzten der Berliner Charité. In ihrem Vortrag in Pleystein ermutigte sie ihre Mitmenschen, mit Dankbarkeit und Lebensfreude jeden Tag bewusst zu leben, über eigene Fehler zu lachen und den Blick auf die vielen kleinen positiven Ereignisse zu lenken. Sie betonte, dass Genuss in welcher Form auch immer echte Selbstfürsorge ist. Wer sich selbst nichts gönnt, wird auf die Dauer unzufrieden. Immer wieder lenkte sie den Blick auf kleine Geschichten aus der Bibel, wie zum Beispiel Jesus mit seinen Jüngern auch das letzte Abendmahl genossen hatte.

Mit ihrer wunderbaren Gabe, Gott und die Menschen zu lieben, schaffte sie es, den aufmerksamen Zuhörern Hoffnung zu geben und sie mit ihrem lebendigen, mit viel Witz gewürzten Redetalent zu begeistern. Stadtpfarrer Adam Karolczak und Regina Pschirrer bedankten sich anschließend herzlich bei Schwester Teresa, den vielen Helfern im Hintergrund vom Ü 60er Team, Kirchenpfleger Andreas Maier für die Technik sowie der Stadt- und der Pfarrei für die Werbung. Ein herzlicher Dank, verbunden mit einer netten Einladung an alle Besucher zu einem kleinen Umtrunk mit Fingerfood, ließen diesen besonderen Abend fröhlich in der Unterkirche ausklingen.