Es war ein Jahrzehnt-Ereignis für das Dorf Wolfring. Nach 13-jähriger Sanierungszeit wurde mit einem Pontifikalgottesdienst, den Diözesanbischof Rudolf Voderholzer zelebrierte, der Abschluss des Millionenprojekts gefeiert. Der Oberhirte weihte dabei den von Dominik Schleicher neu geschaffenen Altar. Schleicher trat dabei in doppelter Funktion auf. Er hatte als Kirchenpfleger weite Teile der Sanierungsmaßnahmen verantwortet und in seiner Funktion als Künstler den drei Tonnen schweren Steinaltar geschaffen.
Im Rahmen der einem genauen Ritual unterliegenden Weihehandlung brachte der Bischof Reliquien des Heiligen Wolfgang und der 2012 heilig gesprochenen Anna Schäffer aus Oberbayern unter dem Altar ein. Die Öffnung verschloss Künstler Schleicher. Im Rahmen des zweieinhalbstündigen Gottesdienstes, den Jugendblaskapelle und Kirchenchor musikalisch gestaltete, hatte sich Rudolf Voderholzer „mit großen Respekt” darüber geäußert, dass eine im Rahmen der Kirchensanierung gestartete Spendenaktion unerwarteten Widerhall fand. Dabei waren weit über 100.000 Euro eingegangen. Das, so hieß es, „zeigt nachhaltig, wie eng eine Gemeinschaft zusammenhält.
In seiner Predigt, die der Bischof mitten unter den Kirchenbesuchern hielt, ging er auf die verschiedenen Formen von Kirchengebäuden ein. Letztlich, so bilanzierte er, könne die Form dahingestellt bleiben, wenn unter dem Dach das Wort von Jesus Christus verkündet werde. Wörtlich erbat Voderholzer bei der anschließenden Weihehandlung: „Dieser Altar sei künftig die Mitte unseres Lobes und Dankes.” Nach dem Gottesdienst trug sich der Bischof in das Goldene Buch der Gemeinde Fensterbach ein. Auf dem Dorfplatz vor dem Pfarr- und Jugendheim schloss sich die weltliche Feier mit Mittagstisch und Kaffee und Kuchen an.