Aktuelle Zukunftsthemen greift der Diözesanverband Regensburg des Katholischen Frauenbunds bei den Bezirkskonferenzen 2026 auf: Wie prägen digitale Trends den Glauben? Was bewirken Christfluencer? Welche Chancen und Grenzen birgt Künstliche Intelligenz im religiösen Bereich?
„Christfluencer vermitteln auf sozialen Plattformen Glaubensinhalte in kurzen, meist emotionalen Posts. Sie erreichen besonders junge Menschen, die online nach Orientierung suchen. Manche Angebote basieren auf sehr festen Überzeugungen, die kaum hinterfragt werden“, erläuterte die Geistliche Diözesanbeirätin Birgitt Pfaller bei der Konferenz des Bezirks Nabburg in Unterköblitz. Sie hält es für notwendig, digitale religiöse Inhalte differenziert zu betrachten und ihre Wirkung auf gesellschaftliche Debatten einzuordnen. Unter anderem geht es um die Frage, wie antifeministische Botschaften erkannt werden oder wie man mit jungen Menschen über Lebensziele, Chancen und Herausforderungen ins Gespräch kommt. Für den Einsatz von KI stellte sie verschiedene Apps vor, die beispielsweise Gebete analysieren oder religiöse Impulse erstellen können. „Die Technologie kann ein Tool sein, aber sie darf nicht zum Herrscher über unseren Glauben werden“, warnte Pfaller.
Im Informationsteil stellte Diözesanvorsitzende Martha Bauer vielfältige Bildungsangebote von Diözesanverband und Kommissionen für 2027 vor. Auch spannende Reisen, inspirierende Workshops und kulturelle Events gehören dazu. Zudem informierte sie über die Solibrot-Aktionen 2026/27 und die neue Mitgliederverwaltungssoftware Campai.
Zum Abschluss der Konferenz stand die Neuwahl der Bezirksleitung für die kommenden vier Jahre an. Wiedergewählt wurden als Vorsitzenden-Team Maria Müller (Trausnitz) und Brigitte Müller (Nabburg). Irene Sebald fungiert weiterhin als Geistliche Beirätin.
Mit herzlichem Dank an alle Führungskräfte für ihren Einsatz im Frauenbund Regensburg und besonders an den gastgebenden Zweigverein Oberköblitz ging die Versammlung zu Ende.