Die Klassen B1 bis B4 der Berufsschulstufe des Heilpädagogischen Förderzentrums (HPZ) Irchenrieth besuchten die Niederlassung der D.O.B. & Völk GmbH – Teil der Robert Aebi Gruppe. 28 Schüler mit unterschiedlichen Handicaps, begleitet von vier Lehrkräften und drei Erziehungspflegern, erhielten dort Einblicke in die moderne Landtechnik. Standortleiter Harald Schwab begrüßte die Gruppe herzlich und nahm sie mit in die Welt der großen Landmaschinen. Zu Beginn des theoretischen Teils stand eine lockere Präsentation auf dem Programm, bei der die Jugendlichen verschiedene landwirtschaftliche Maschinen anhand von Bildern erraten sollten – und mit ihrem Wissen konnten sie dabei durchaus überraschen. Darüber hinaus zeigte Harald Schwab den Klassen auf, welche unverzichtbare Rolle die Landwirtschaft einnimmt. Für den praktischen Teil waren drei Stationen vorbereitet, die den Besuchern die Landtechnik näherbrachte. Die erste Station war die Mitfahrt in einem John Deere 6R und für viele war es das erste Mal, in einer so großen Maschine zu sitzen – ein absolutes Highlight und die Krönung des Tages. Auch eine kleine Runde mit einem Gater – einem extrem geländegängigen Allzwecktransporter, sorgte für strahlende Gesichter.
An der zweiten Station stellte Produktspezialist für Erntetechnik, Michael Spießl, den Mähdrescher John Deere S7 900 vor. Anhand von Getreideähren und Mais erklärte er anschaulich, wie die Maschine funktioniert. Anschließend durften die Jugendlichen Probesitzen – ein besonderes Erlebnis, das sichtlich für Stolz sorgte. Lisa Häupl, Fachlehrerin für Hauswirtschaft und Werken, die selbst auf einem landwirtschaftlichen Betrieb aufgewachsen ist, wies darauf hin, wie wertvoll dieser Kontakt ist: „Die meisten kennen die großen Maschinen sonst nur aus der Ferne vom Feld:“
Die dritte Station wurde durch Georg Pickl, Land- und Baumaschinenmechatroniker und Ausbildungsbeauftragter geleitet. Er erklärte mit einfachen Worten die Funktionsweise einer Ballenpresse und einer Gelenkwelle. Beim anschließenden Zusammenstecken von Zapfwellenprofilrohren konnten die Schülerinnen und Schüler ihre Geschicklichkeit testen.
Der Vormittag verging wie im Flug. Zum Abschluss bedankten sich die Betreuer des HPZ mit einem Präsentkorb bei Initiatorin und Mitorganisatorin Angelika Meier aus der Buchhaltung und bei Hauptorganisator Harald Schwab für die durchaus gelungene Veranstaltung.
Auch die Gäste aus Irchenrieth wurden bedacht: Die Teilnehmenden freuten sich sehr über kleine Abschiedsgeschenke. Fachlehrerin Lisa Häupl brachte es auf den Punkt „Dieser Tag wird den Schülern noch jahrelang in Erinnerung bleiben.“
Zwischendurch war mit Getränken und Butterbrezen bestens gesorgt. Ein Film über die Landwirtschaft früher und heute rundete den theoretischen Teil ab. Mit seinen amüsanten Szenen brachte er viele zum Schmunzeln und vermittelte gleichzeitig viel Wissenswertes.