„In Gott's Namer fang mer a!” – Mit diesem überlieferten Spruch beginnt alljährlich am Kirwa-Montag eine ganz besondere Aktion der örtlichen KAB im Pfarrheim: das traditionelle Ausbuttern. Dabei geht es um weit mehr als die Herstellung frischer Butter. Es geht um ein Stück Heimat, um eine schöne Tradition, die mit viel Herzblut von einer an die nächste Generation weitergegeben wird. Jahrzehntelang hatte Olga Prechtl (verst.) das Ausbuttern mit viel Erfahrung und Geschick übernommen. Seit einigen Jahren führen KAB-Vorsitzende Christine Pscherer und ihr engagiertes Team diese althergebrachte Handarbeit mit ebenso viel Liebe und Hingabe fort. Im vollbesetzten Pfarrsaal verfolgten die Gäste gespannt, wie aus einfachen Zutaten, kräftigem Zupacken und einer guten Portion Fingerspitzengefühl ein echter kulinarischer Genuss entsteht. Christine Pscherer erklärte, worauf es bei der Vorbereitung ankommt: „Wir mischen zehn Liter Sahne und zwei Liter Buttermilch in einem großen Topf und stellen ihn zwei Tage lang an einen Ort mit einer Raumtemperatur von etwa zwölf Grad.” Danach wird die gut vorbereitete Mischung in das hölzerne Butterfass gefüllt, das zuvor in einem Wasserbad war. Dann wird die Masse so lange gestampft, bis sich nach und nach die ersten Butterklumpen bilden: Ein spannender Moment: Das Ausbuttern ist geschafft. Das Ergebnis: echte Mehlmeiseler Süßrahmbutter. Dann drücken die Frauen die frische Butter in hölzerne Model, die für die anschließende Brotzeit im Pfarrsaal etwas kleiner ausfallen. Ein kräftiger Schlag, und schon lösen sich die fertigen Butterstücke aus den Formen und kommen auf den Tisch. „Nichts schmeckt besser als eine Scheibe Brot mit Butter direkt aus dem Fass”, waren sich die großen und kleinen Gäste einig. Die Begeisterung der Mädchen und Buben an der Aktion zeigte schon jetzt, dass die schöne Tradition mit viel altem Wissen weitergetragen wird. Foto: Von links: Zweite Vorsitzende Melanie Bauer, Vorsitzende Christine Pscherer, zweiter Vorstand Lothar Rauch, Kassenverwalter Franz-Josef Pscherer, Claudia Sticht und Simone Glaser vom KAB-Team