Beim Auftakt des neuen Quartiersprojekts Ammersricht und Wagrain blieb am Sonntag im evangelischen Gemeindehaus kaum ein Platz frei. Bewohnerinnen und Bewohner kamen mit Vertreterinnen und Vertretern von Vereinen, Gruppen und Initiativen zusammen, um über Stärken, Lücken und Zukunftsthemen ihres Stadtteils zu sprechen.
Getragen wird das Projekt von der Diakonie Oberpfalz Mitte-Nord, gefördert von der Deutschen Fernsehlotterie über die Stiftung Deutsches Hilfswerk. Ziel ist es, gemeinsam mit den Menschen vor Ort herauszufinden, was bereits gut funktioniert, wo Bedarfe bestehen und was es für ein gutes Leben in Ammersricht und Wagrain braucht.
Beim Auftakt wurden erste Schwerpunkte deutlich: fehlende Treffpunkte und unkomplizierte Begegnungsmöglichkeiten, die Frage nach gutem Älterwerden im Stadtteil sowie verschiedene infrastrukturelle Themen. Der Schwerpunkt des Quartiersprojekts liegt auf sozialem Miteinander, aktiver Nachbarschaft und Teilhabe. Zugleich soll es Anliegen aus dem Stadtteil aufnehmen, bündeln und an zuständige Stellen weitertragen.
Vieles ist bereits da: Vereine, Gruppen und Initiativen engagieren sich seit Jahren. Gleichzeitig sind Angebote nicht immer bekannt und Akteure noch zu wenig miteinander vernetzt. Mehr Sichtbarkeit und Zusammenarbeit gehören deshalb zu den ersten Aufgaben des Projekts.
An mehreren Stationen sammelten die Besucherinnen und Besucher Wünsche und Ideen. Der vom Haus der Kinder St. Konrad gestaltete Wunschbriefkasten wurde eröffnet und am Gemeindehaus aufgehängt.
Mit der Auftaktveranstaltung startete auch die Bürgerbefragung. Bis 22. November 2026 kann online oder per Papierfragebogen teilgenommen werden. Die Ergebnisse sollen zeigen, wo die weitere Quartiersarbeit ansetzen sollte.
Ideen und Anregungen: quartier.ammersricht-wagrain@diakonie-oberpfalz.de