Die VHS Amberg und Susy Herrmann-Wolters von den Amici di Desenzano veranstalteten erstmals im Café Amici die zwölfte „Serata italiana”. Dazu waren erneut die Amici d'Italia aus Regensburg eingeladen. Antonietta Ulivieri Moretti widmete ihren Vortrag einem Symbol des italienischen Sommers: dem Eis. Sie erläuterte dessen Entwicklung von den frühen eisgekühlten Süßspeisen bis zum cremigen Speiseeis, dessen Rezeptur im 16. Jahrhundert von Buontalenti weiterentwickelt wurde. Auch die Geschichte der italienischen Eismacher in Deutschland kam zur Sprache. Viele Gelatieri aus den Dolomitentälern suchten Ende des 19. Jahrhunderts aus wirtschaftlicher Not Arbeit in Deutschland und begründeten hier eine bis heute erfolgreiche Eisdielentradition. Ein besonderer Höhepunkt: 1969 erfand Dario Fontanella in Mannheim das beliebte Spaghetti-Eis. In der Pause konnten die Gäste die kalte Köstlichkeit natürlich auch genießen. Im zweiten Vortrag nahm Edoardo D'Alfonso Masarié die Zuhörer mit in seine Heimatstadt Bologna. Er stellte die Stadt unter ihren drei Beinamen „la grassa, la dotta e la rossa” vor: die Fette, die Gelehrte und die Rote. Sie stehen für Bolognas berühmte Küche mit Mortadella und Tortellini, die traditionsreiche Universität aus dem Jahr 1088 und die charakteristischen roten Ziegelfassaden. Auch die Wallfahrtskirche San Luca, die über einen eindrucksvollen Arkadengang mit der Stadt verbunden ist, wurde vorgestellt. Mit großem Applaus verabschiedeten die Gäste alle Beteiligten. Dank ihrer persönlichen Erfahrungen und ihres umfassenden Wissens wurde die zwölfte „Serata italiana” zu einer gelungenen Begegnung, die den Italienfreunden aus Amberg die Kultur und Lebensart Italiens ein Stück näherbrachte.