Herrliches Spätsommerwetter war in Illschwang der ideale Rahmen für eine Wanderung zu kulturhistorischen Naturdenkmälern auf der Hainsburg und eine Führung durch das Hopfenfeld und das Hopfenmuseum. Die Veranstaltung fand im Rahmen einer Aktion „ Wandern unterm weißblauen Himmel 2026” der Tourismusabteilung des Landratsamt Amberg-Sulzbach statt. Die Gemeinden waren aufgefordert worden, der Bevölkerung bei Wanderungen die landschaftliche Schönheit unserer Region nahe zu bringen.
Schnell war für Illschwang der Weg für eine solche Wanderung gefunden. Im Juni und Juli waren an den kulturhistorischen Naturdenkmälern auf der Hainsburg neue Infotafeln angebracht worden, die Hopfentradition ist ein Alleinstellungsmerkmal im Landkreis. Die Führung auf der Hainsburg übernahmen Ortsheimatpfleger Richard Koller und Karl Burger, bestens mit den dortigen Gegebenheiten vertraut. Die Besonderheiten von Hopfenfeld und Hopfenmuseum brachte Lorenz Geitner den Teilnehmern nahe.
Ausgangspunkt für die 24 Wanderer, neben einigen Einheimischen auch Gäste aus anderen Gemeinden, war der Festplatz. Der Kalmusfelsen war die erste Station. An der Osterhöhle angekommen erkundete rund die Hälfte, in gebückter Haltung, ausgerüstet mit Stirnlampen und Scheinwerfern, das Innere der Höhle. An der Teufelskanzel erfuhren die Teilnehmer, in der gleichnamigen Sage, welche von einem Streit zwischen den Teufel und dem Heiligen Mann erzählt, etwas von der Christianisierung des Gebiets. Schließlich ging es zur Bettelküche, einem Rückzugsort für bettelarme, herumziehende Menschen im Mittelalter.
Vor allem für die Teilnehmer aus der anderen Gemeinden bot die Hopfenführung durch Lorenz Geitner viel Interessantes. Eine Kostprobe des Illschwanger Hopfenbiers durfte nicht fehlen. Unter den Wanderern war auch ein Ehepaar aus Hessen, das im Landhotel Weißes Roß Urlaub machte. Er arbeitet als Bierbrauer. Geitners Ausführungen verfolgte er mit besonderer Aufmerksamkeit.