Nicolas Nagelschmidt vom Judo-Verein Sulzbach-Rosenberg und Simon Nicola vom TSV 1880 Schwandorf hatten sich monatelang akribisch im Schwandorfer Dojo vorbereitet, immerhin ging es für sie um die Titelverteidigung Bayerischer Meister.
In diesem Jahr traten sie in Fürstenfeldbruck bei den offenen Bayerischen Kata-Meisterschaften in der Altersklasse U21 und bei den Männern an. Bei der Kata geht es um die grundlegende Form des Judo, um eine intellektuelle Auseinandersetzung mit den Judotechniken, dabei werden vorgeschriebene und definierte Bewegungsabläufe, die Körperhaltung, der Griff, das Kuzushi (Gleichgewichtsbruch) und das perfekte Fallen bewertet.
Bei der von den oberpfälzer Kata-Spezialisten gewählten Kategorie Nage-no-Kata (Form des Werfens), gilt es die 15 Grundwürfe in 5 Gruppen nach beiden Seiten zu zeigen. In vier Durchgängen mussten Uke (Angreifer, der unterliegt) und Tori (derjenige, der die Technik ausführt) mindestens einmal gewechselt werden. Bei den U21 war der Bayerische Meistertitel aufgrund der gezeigten Leistungen eine logische Folge.
Eine weitere Steigerung zeigten Simon (erneut als Uke) und Nicolas als Tori bei den Erwachsenen und schlossen die Vorrunde als drittbestes Paar ab. Im Finale wuchsen beide über sich hinaus und zeigten Perfektion vom ersten bis zum fünften Durchgang. Am Ende verpassten sie den Sieg nur hauchdünn und wurden verdiente Bayerische Vizemeister 2025. Für Trainer Michael Nicola waren die gezeigten Leistungen eindeutige Belege dafür, wie sehr sich beide Judokas durch ihren Trainingsfleiß weiterentwickelt haben.