Veröffentlicht am 20.02.2026 15:07

Die ÖDP in Schwandorf fordert Fokus auf Umwelt und lehnt Endlager ab

Beim politischen Aschermittwoch in der Ziegelhütte betonte die Schwandorfer ÖDP, dass für sie der Fokus beim Umwelt- und Artenschutz liege. Auch bezüglich eines möglichen Endlagers für Atommüll wurde die Partei deutlich.

von Sebastian Böhm

Die ÖDP in Schwandorf lehnt ein Endlager für Atommüll im Landkreis ab. (Symbolbild: Lucas Bäuml/dpa)
Die ÖDP in Schwandorf lehnt ein Endlager für Atommüll im Landkreis ab. (Symbolbild: Lucas Bäuml/dpa)
Die ÖDP in Schwandorf lehnt ein Endlager für Atommüll im Landkreis ab. (Symbolbild: Lucas Bäuml/dpa)

Zur politischen Aschermittwochsveranstaltung der ÖDP in der Ziegelhütte in Schwandorf konnte Kreisvorsitzender Alfred Damm als Hauptredner den ehemaligen ÖDP-Landesvorsitzenden Klaus Mrasek begrüßen. In seinem Statement zur Kreispolitik betonte Damm, dass für ihn der bereits beschlossene Kreistagssitzungssaal „nicht das wichtigste Thema“ sei.

„Für uns stehen vielmehr die Probleme beim Umwelt- und Artenschutz an erster Stelle“, so der Kreisvorsitzende laut einer Pressemitteilung der Partei. Dieser könne nur durch „die Stärkung einer regional geprägten, nachhaltigen Landwirtschaft und im fairen Austausch mit Forstwirtschaft, Landwirtschaft und Politik gemeistert werden“. Hier spiele auch der Flächenverbrauch, immerhin zehn Hektar pro Tag im Landkreis, eine wesentliche Rolle. Deshalb fordere die ÖDP, „dass neue Gewerbe- und Industriegebiete in Zusammenarbeit zwischen den Gemeinden und dem Landkreis ausgewiesen werden und nicht in Konkurrenz zueinander“.

40 Jahre nach dem Aus der WAA werde der Landkreis Schwandorf „weiterhin als potentiell geeigneter Standort für ein Endlager radioaktiver Brennstäbe“ genannt, betonte der Kreisvorsitzende laut Mitteilung. Er machte aber deutlich: „Nicht mit uns“. Seine Forderung: „Streichung des Landkreises Schwandorf aus der Liste möglicher Standorte“.

Der frühere ÖDP-Landesvorsitzende Klaus Mrasek kritisierte, dass die bayerische Staatsregierung Umweltstandards mit dem Wegfall von Berichtspflichten senken will. „Das ist so, als ob man an den PISA-Tests nicht mehr teilnimmt, weil einem die Ergebnisse nicht gefallen“, so Mrasek.

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